Kerngedanken

Unsere Schule für morgen lässt sich ganz einfach beschreiben: Sie ist ein Abbild des Lebens. Denkt man darüber nach, besteht das Leben aus vier tragenden Tätigkeiten: Spiel, Arbeit, Gespräch und Feier. Diese vier Säulen sind gleichzeitig auch die vier natürlichen Lernformen, die wir für Kinder bewusst erfahrbar machen. Damit schaffen wir gleichzeitig auch klare Strukturen und Rituale. Mehr über das Prinzip von Arbeit, Gespräch, Spiel, und Feier erfahren Sie hier.


Unsere Schule für morgen wird von folgenden Leitgedanken getragen:
Die Schule für morgen führt zurück zur kindlichen Neugier, zum Erforschen der Welt mit allen Sinnen, zum anregenden Miteinander von Kindern verschiedenen Alters, Herkunft und Kultur sowie unterschiedlichen Begabungen und Fähigkeiten.

Die Konsequenz sind " jahrgangsübergreifenden Lerngruppe " in denen sich die Kinder treffen, miteinander und voneinander lernen, sprechen, erzählen, spielen, Ideen haben und dabei die wesentlichen Werte des Zusammenlebens wie Respekt, Toleranz, Rücksichtnahme und Anteilnahme erfahrbar werden lassen.

 

Die Schule für morgen vertraut auf das natürliche Lernen, das dem kindlichen Interesse entspringt und sich nicht im Vokabelpauken oder kurzfristigem Büffeln für eine Schulaufgabe verliert. Lernen ist so natürlich wie das Atmen – lebensnotwendig, zielgerichtet und befriedigend zugleich. Auch geht die Schule für morgen so oft es geht nach draußen, um Leben und Natur mit allen Sinnen wahr zu nehmen und Erfahrungen hautnah zu sammeln. Denn gerade für junge Menschen gibt es kaum etwas Spannenderes als Natur und Leben beim Wachsen zu beobachten.
Die Konsequenz ist eine Auflösung des 45minütigen Stundenplans zu Gunsten von längerfristigen Lern- und Arbeitsphasen, in denen die Kinder „ihr Thema“ bearbeiten, mit allen ihren Sinnen und allen ihnen zur Verfügung stehenden Techniken. Ebenso erfolgt die Wahl der Wochen- und Monatsthemen gemeinsam mit den Kindern und im Einklang mit ihrem Wissens-, Interessens- und Entwicklungsstand. Diese Themen werden für das Kind individuell in einem rhythmisierten Wochenplan zusammengefasst.
Der Lehrer agiert dabei mehr als Helfer und Moderator, um den Wissendrang seiner Schülerinnen und Schüler zu befriedigen und zu begleiten.

 

Denn das Wissen der Welt wächst unaufhörlich. Die berufliche und private Welt sind im raschen Wandel begriffen. Immer mehr Menschen stehen dem orientierungslos gegenüber. Eine Schule muss sich daran messen, inwieweit sie die Kinder befähigt, ihre Zukunft zu meistern. Die Schule für morgen bietet dazu zahlreiche Ansatzpunkte. In der Diagnose des aktuellen Schulsystems sind sich Eltern und Experten einig: Die Regelschule von heute ist zu wissensorientiert. Aber Wissen allein nützt nichts. Man muss es auch einsetzen können. Wir setzen auf den Erwerb von Schlüsselkompetenzen wie Teamfähigkeit und Kreativität. Heute und morgen sind nicht die gleichförmigen „Kadetten“ für die Wirtschaft gefordert, sondern es sind flexible, sich auf die rapide Veränderungen einstellende Menschen, die aus eigener Motivation die höchstmögliche Leistung bringen.

 

Die Schule für morgen ist ein überschaubarer Ort, an dem jeder erfährt, dass er gebraucht wird. Die Vorstellung der Lernergebnisse erfolgt in der Gruppe, eine erste „Öffentlichkeit“, in der man es genießt, gesehen zu werden und in der man lernt, sich zu exponieren. Die Schule für morgen nutzt auch die Unterschiede zwischen den Menschen zur Steigerung von Individualität und Intelligenz. Sie ist deshalb auch ganz klar international und multikulturell ausgerichtet. Sie steht offen für alle Kinder, gleich welcher ethnischen Zugehörigkeit, Religion oder politischen Überzeugung der Eltern.

Die Konsequenz ist, dass sie offen steht für die Kinder aus Migrantenfamilien, in der die Muttersprache der Eltern geachtet wird und ihre Verwendung neben dem Deutschen willkommen ist. Der Respekt und die Toleranz für andere Menschen, für ihre Bräuche und Traditionen und die Vermittlung multikultureller Kompetenz sind selbstverständlicher Teil der Erziehung.

Die Zukunft ist offen. Und das ist ein Grund mehr, sich möglichst gut darauf vorzubereiten.

 

Wenn Sie wissen wollen, wie sich die Schule für morgen nach dem Jenaplan-Modell von anderen Schulkonzepten unterscheidet, klicken Sie bitte hier (den Vergleich finden Sie unter dem Menüpunkt "JPI und die Anderen).